Funktionsjacken und Softshells
Häufig gestellte Fragen
Hilfreiche Informationen, um Produkte und Ausrüstung sicher auszuwählen.
Wie wählt man die Größe von Outdoorbekleidung?
Maßgeblich sind die Körpermaße, nicht die Kleidungsmaße. Wichtig sind Brust, Taille und Hüfte (bei Hosen auch Hüftumfang und Innenbeinlänge), gemessen mit locker anliegendem Maßband.
Jede Marke hat eigene Tabellen: Bei einer Herrenjacke kann der Brustumfang beispielsweise von etwa 78–84 cm in XS bis 112–120 cm in XXL reichen; bei Ferrino, Camp und anderen Marken unterscheiden sich die Werte. Vergleichen Sie Ihre Maße immer mit der Produkttabelle.
Wie funktioniert das Zwiebelprinzip beim Bergsport?
Mehrere Bekleidungsschichten ermöglichen es, den Schutz an Wetter und Belastung anzupassen. Es gibt drei Ebenen:
- Basisschicht: liegt auf der Haut, transportiert Schweiß ab und hält trocken.
- Mittelschicht: Fleece oder Softshell speichert Wärme.
- Außenschicht (Shell): wasserdichte, winddichte Jacke schützt vor Regen und Wind.
Je nach Bedingungen zieht man Schichten an oder aus. Das ist flexibler als ein einziges schweres Kleidungsstück.
Was ist der Unterschied zwischen Softshell- und Hardshelljacken?
Die beiden Jacken erfüllen unterschiedliche Aufgaben:
- Softshell: elastisch, atmungsaktiv und winddicht; wasserabweisend, aber nicht vollständig wasserdicht. Ideal für Bewegung bei trockenem Wetter oder leichtem Regen.
- Hardshell: fester, mit wasserdichter Membran (z. B. Gore-Tex), schützt vor Starkregen und Schnee. Weniger elastisch, als Außenschicht getragen.
Oft werden beide kombiniert: Softshell als mittlere Lage, Hardshell als Wetterschutz bei schlechterem Wetter.
Was bedeuten Wassersäule und Atmungsaktivität bei Jacken?
Das sind die zwei zentralen Werte einer wasserdichten Jacke:
- Wassersäule: misst die Wasserdichtigkeit des Stoffes in Millimetern (mm). Je höher, desto mehr Wasserdruck hält er aus; ab etwa 10.000 mm gilt die Dichtigkeit im Outdoorbereich als gut.
- Atmungsaktivität: gibt an, wie viel Wasserdampf austreten kann (oft in g/m²/24 h). Ein hoher Wert verringert Kondenswasser bei Anstrengung.
Eine gute Funktionsjacke vereint beide Eigenschaften. Genaue Werte stehen auf der jeweiligen Produktseite.
Wie wäscht und pflegt man Funktionskleidung?
Verwenden Sie Spezialwaschmittel ohne Weichspüler (er verstopft die Stoffporen und mindert die Atmungsaktivität) und ohne Bleichmittel. Bei niedriger Temperatur und mit sanftem Schleudern waschen.
Wasserdichte Membranbekleidung behält bei richtiger Reinigung ihre Funktion. Die äußere wasserabweisende DWR-Imprägnierung lässt sich mit sanfter Wärme (Trockner bei niedriger Temperatur oder Bügeleisen mit Tuch) reaktivieren oder mit geeigneten Mitteln erneuern, wenn Wasser nicht mehr abperlt.